Rasenpflege bei Hitze und Trockenheit

Der Sommer 2022 war rekordverdächtig, was Hitze und Trockenheit angeht. Solche Sommer hinterlassen Spuren in der Pflanzenwelt: Vertrocknete Wiesen und verbrannte Rasenflächen präsentieren sind nicht mehr saftig grün. Zunächst zeigt der Rasen gelbe und später strohfarbene Stellen, die sich stetig ausbreiten und sich nach ein paar Tagen über den gesamten Rasen ziehen können. Ersten Anzeichen für Trockenschäden zeigen sich meist neben Terrassenplatten, Fußwegen oder im Bereich von Hauswänden.

Gründe:

  • Schlechte Bodenverhältnisse (zu lehmig bzw. zu durchlässig)
  • Zu geringe Bodenauflage (mind. 30 cm erforderlich)
  • Südexponierte Hanglage
  • Langanhaltende Hitze- und Dürreperioden
  • Falsche Bewässerung

Pflegemaßnahmen:

Um Trockenschäden zu beheben oder gar zu vermeiden, ist eine angemessene Bewässerung notwendig.

„Lieber selten wässern und dafür durchdringend, bis in tiefere Schichten, als täglich nur ein bisschen!“ Durch diese Methode kann das Wasser in tiefere Bodenschichten vordringen, wodurch auch die Wurzeln tiefer hinunter wachsen, da sie immer zum Wasser hinwachsen. Dies hat den Vorteil, dass die Wurzeln so auch in trockenen Perioden Wasser aus tieferen Bodenschichten nutzen können.

Im Sommer sollte der Rasen etwa 1-2 Mal pro Woche mit ca. 15-20 Liter pro Quadratmeter beregnet werden. Das sind 2 volle 10 Liter Gießkannen pro Quadratmeter. Für die Bewässerung ist ein Regner geeignet. Um hier kontrollieren zu können, wie viel Wasser aus dem Regner herauskommt, eignet sich zu Messung die Wasseruhr oder das Aufstellen eines Regenmessers.

Es hält sich jedoch das Gerücht, dass Rasenflächen verbrennen, wenn man zur Mittagszeit wässert. Das stimmt nicht. Es ist durchaus richtig, dass ein beträchtlicher Teil des Wassers direkt wieder verdunstet, bevor es die Wurzeln in den tieferen Bodenschichten erreichen kann. Allerdings freut sich auch ihr Rasen über eine Abkühlung bei großer Hitze, ohne dass ihm dabei Schaden zugefügt wird.

Zudem sollte der Rasen in den Sommermonaten nicht zu kurz geschnitten sein (nicht unter 5 cm Schnittlänge).

Wenn der Trockenschaden so groß ist, dass auch nach 2-3 Wochen bei ausreichendem Bewässern keine neuen Gräser wachsen, dann empfiehlt sich eine Nachsaat.

Die genannten Punkte sind natürlich nur Empfehlungen, welche individuell an Wetter- und Bodenverhältnisse angepasst werden müssen. Hier ist beispielsweise zu beachten, dass ein lehmiger Boden weniger Wasser benötigt, als ein sandiger durchlässigerer Boden.

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